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Verfasser Titel Jahr
zeige Details Krause, K.-H.. Ist Methylphenidat bei Komorbidität von Epilepsie und Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung kontraindiziert oder nicht?
In: Aktuelle Neurologie. - Stuttgart : Thieme Vol. 27, No. 02 (3. 2000), p. 72-76
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2000
Gemäß Gebrauchsinformation kann Methylphenidat die Krampfbereitschaft erhöhen. Mit der zunehmenden Zahl der mit dieser Substanz behandelbaren Kinder und Erwachsenen mit Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung wird immer öfter die Entscheidung nötig, ob bei gleichzeitigem Vorliegen von Epilepsie und Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung die Anwendung von Methylphenidat vertretbar ist oder nicht. In der vorliegenden Übersicht werden Studien und Fallberichte gesichtet, die sich mit der Gabe von Methylphenidat bei Patienten mit epileptischen Anfällen befassen. Fazit ist, dass bei unter Antikonvulsiva anfallsfreien Epileptikern die zusätzliche Verordnung von Methylphenidat nicht zum erneuten Auftreten von Anfällen führte. Bei nicht anfallsfreien Kranken wurde eine leichte Erhöhung der Anfallsfrequenz in einer einzigen Arbeit bei wenigen Patienten gesehen, bei allen anderen Autoren fand sich keine Verschlechterung des Anfallsleidens, ganz im Gegensatz bei Patienten mit kindlicher Absencen-Epilepsie und juveniler myoklonischer Epilepsie teilweise sogar eine deutliche Verbesserung des Anfallsleidens, wie dies schon vor Jahrzehnten bei Gabe anderer Stimulanzien - d-Amphetamin und Benzedrin - berichtet wurde. Diese positive Wirkung der Stimulanzien bei bestimmten Anfallsformen ist besonders bemerkenswert unter dem Aspekt, dass erhebliche psychopathologische Ähnlichkeiten zwischen Patienten mit juveniler myoklonischer Epilepsie und solchen mit Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung bestehen. Der Einsatz von Methylphenidat wäre demnach bei diesem Personenkreis nicht nur vertretbar, sondern sogar indiziert, wenn begleitende Symptome der Aufmerksamkeitsstörung und/oder Hyperaktivität vorliegen. Bei allen übrigen gut eingestellten Anfallskranken stellt die Gabe von Methylphenidat nach den Daten der Literatur kein Risiko dar, bei nicht anfallsfreien Patienten kann möglicherweise im Einzelfall eine leichte Zunahme der Anfallsfrequenz auftreten..
1. Verfasser: Krause, K.-H..
beteiligte Personen: Krause, Johanna,
Format: Elektronisch
Sprache: German
Erschienen: Stuttgart ; New York : Georg Thieme Verlag, 2000.
Schlagwörter:
URL: http://dx.doi.org/10.1055/s-2007-1017522

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